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Documenta 2022: Trotz Krisenstimmung wird die Zukunft geplant

Viele Kultur- und vor allem Documenta-Liebhaber können aufatmen. Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle hat während der ersten Konferenz zur Kulturkonzeption im Rahmen der Kasseler Kulturhauptstadt-Bewerbung für 2025 ein Machtwort zu Gunsten der documenta gesprochen. Geselle verkündete, dass die führende Weltkunstausstellung im üblichen Fünfjahresrhythmus auch 2022 wieder in Kassel stattfinden wird.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates der documenta und Museum Fridericianum gGmbH reagierte damit auf die anhaltende Kritik zum Millionendefizit der zurückliegenden documenta 14 und die damit einhergehenden Forderungen nach einer Abschaffung der hauptsächlich aus öffentlichen Geldern finanzierten Kulturveranstaltung. In einer Aufsichtsratssitzung sollen alle Voraussetzungen dafür geschaffen werden, um eine internationale Findungskommission einzusetzen, die eine neue künstlerische Leitung findet.

Mit diesen klaren Worden fand Geselle viele offene Ohren bei seinen Zuhörern. Am Rande der Konferenz hatten diverse Kulturinstitutionen einen gemeinsamen offenen Brief an die documenta und Museum Fridericianum gGmbH verteilt, in der sie ihre Sorge um die Zukunft der documenta zum Ausdruck brachten. Die vielfach negativen öffentlichen Diskussionen über das desaströse finanzielle Ergebnis, aber auch über die künstlerische Qualität der documenta14, nährten die Befürchtungen der Verfasser, dass die documenta an Bedeutung verlieren oder sogar komplett abgeschafft werden könnte.

Damit scheint nun zumindest aus kultureller Sicht eine positive Richtung eingeschlagen worden zu sein und wir können uns auf eine weitere documenta in fünf Jahren freuen.

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