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Rezension: Die Wunschbox. Das Geheimnis des Professors von Martyn Ford (Hörbuch)

diewunschbox120Das Kinderkriminalromanr nicht nur nach der Standardformel Kamaradschaft plus Murprobe plus böser Bube gestrickt sein müssen, beweist Martyn Ford eindrücklich in seinem Kinderbuch Die Wunschbox. Von Blogg dein Buch habe ich das Hörbuch als Rezensionsexemplar erhalten. Ich bin sehr begeistert von dem Hörbuch. Meine Rezension könnt Ihr hier lesen.

Der eigenbrötlerische Tim trifft im Hotel seiner Stiefeltern auf den bizarren Professor Eisenstein. Nachdem sich beiden angefreundet haben, weiht der Professor den elfjährigen Jungen in  die Geheimnisse seiner wissenschaftlichen Arbeiten ein. Eisenstein hat einen Apparat erfunden, der jeden Wunsch erkennt und sofort erfüllt. Eine fantastische Erfindung, die aber auch skrupellose Gauner und neidische Weggefährten auf den Plan ruft. Als der Professor plötzlich spurlos verschwunden ist, beginnt für Tim ein atemberaubendes und gefährliches Abenteuer. Zusammen mit Dee, der Enkelin des Professors, und dem kleinen in der Wunschbox erwünschten sprechenden Äffchen macht sich Tim auf die Suche nach dem Professor und der Wunschbox.

Mit seinem Debut als Kinderbuchautor hat Martyn Ford einen spannenden und temporeichen Kinderthriller vorgelegt. Die Wunschbox ist kein klassisches seichtes Kinderabenteuer mit Fünf Freude – Romantik. Ford mutet seinen jungen Leserinnen und Lesern einiges zu. Monster hinter der Wand, Entführungen, lebensgefährliche Situationen und sogar Mord. Doch es spielt sich alles noch im kindgerechten Rahmen ab und es fließt keine Blut. Es ist eine gesunde Portion Nervenkitzel für junge Heranwachsende. Zusätzlichen Nervenkitzel erfährt das Hörbuch durch die exzellente Interpretation des Sprechers Uve Teschner. Teschner bringt wunderbar atmosphärisch seine jahrelange Erfahrung aus dem Thriller- und Kriminalromangenre in das Hörbuch ein. Alle Stimmen, egal ob jung oder alt, männlich oder weiblich klingen echt und authentisch. Seine Variationen der Stimmen nach Stimmungen und Gefühlslagen suchen ihresgleichen.

Das der Neuautor einen langjährigen journalistischen Werdegang hinter sich hat wird zwischenzeitlich sehr deutlich am häufigen Gebrauch wissenschaftlicher Details und dem zum Teil technischen Sprachgebrauch. Hier kann ich mir vorstellen, dass das ein oder andere Kind nicht immer sofort versteht, um was es gerade geht. Ich persönliche empfinde dies aber nicht als sonderlich schlimm. Zum einen handelt es sich meist um nicht ganz so wichtige Dinge, so dass der junge Leser trotzdem den Verlauf der Geschichte versteht. Zum anderen gefällt es mir, das Ford seine jungen Leserscharr nicht nur berieselt, sondern auch fordert. Der Spannungsbogen und Unterhaltungswert ist stark genug, um die Kinder bis zum Ende mitzureißen.

Fazit:

Mit Martyn Fords Geschichte Die Wunschbox habe ich zum ersten Mal ein Kinderbuch gelesen, dass ich als Kinderhriller bezeichnen würde. Es ist von Anfang an spannend und temporeich und setzt viel auf Nervenkitzel und unerwarteten Wendungen. Für junge Leserinnen und Leser, die mit Standardkinderbuchromantik nichts mehr anfangen können, eine erstklassige Alternative. Fünf Kreuzchen gibt es von mir dafür auf dem Kulturmeter.

Das Hörbuch Die Wunschbox basiert auf dem im Loewe Verlag erschienenem gleichnamigen Buch, welches von Nadine Mannchen aus dem Englischen übersetzt wurde. Es ist am 22.01.2016 im JUMBO Verlag erschienen und unter jumboverlag.de/warenkorb.php bestellbar (ISBN: 978-3-8337-3562-2). Gesamtspielzeit: ca. 227 Minuten (3 CVD). Altersempfehlung laut Verlag: Ab 10 Jahre.

kulturmeter5

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