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Rezension: Demetrias Rache von Robert Gordian (eBook)

robertgordiandemetriasrache120Die Erzählung Demitrias Rache vom sachsen-anhaltinischen Autor Robert Gordian entführt seine Leser und Leserinnen in das Fränkische Reich. Auf Befehl Karl des Großen ziehen der unscheinbare aber intelligente Mönch Lupus zusammen mit dem  kühnen Edelmann Odo in Richtung Thüringen, um am östlichen Ende des großen Reiches für Recht und Ordnung zu sorgen. Doch schon auf ihrem Weg dorthin geraten die beiden mittelalterlichen Kommissare in einen spektakulären Fall. Ein vermisster Zentgraf, ein übler Mord und nicht wenige verdächtige Personen zwingen die beiden Protagonisten dazu, auf Ihrem langen Weg nach Osten halt zu machen, um an Ort und Stelle Recht zu finden und zu sprechen.

Die Geschichte

Sehr authentisch erzählt Gordian die kriminalistische Untersuchung der königlichen Kommissare. Zufällig geraten Lupus und Odo an den Hof des Zentgrafen Mommo, der im Rahmen der militärischen Mobilisierung auf dem Weg zum königlichen Hof sein sollten, aber spurlos verschwunden zu sein scheint. Nachdem auch noch ein Mord passiert, fangen Odo und Lupus an zu ermitteln. Obwohl der reisende Sänger Siegram schnell verdächtig wird, sind die beiden königlichen Ermittler skeptisch. Ihr Bohren in der Vergangenheit fördert zudem weitere Verdächtige zu Tage. Bald sind sich beide einig, wer hinter den und weiteren Taten steckt. Doch ist es sehr schwer, Siegram zu entlasten und den wahren Täter seine Taten zu beweisen.

Eine erzählte Handlung

Gordian erzählt den historischen Kriminalfall auf eine ganz besondere Art. Als Brief des Protagonisten Lupus an seinen Cousin. Somit ist der Leser nicht unmittelbar im Geschehen involviert und über alles wissend, sondern bekommt die Handlung in der Ich-Form erzählt. Dies wirkt sich positiv darin aus, dass die Handlung nicht durch ewig lange historische Details und Nebenschauplätze gestört wird. Der Besuch in einer Schenke artet beispielsweise nicht in einer langen detailverliebten Abhandlung über das Brauereiwesen des Mittelalters aus, sondern wird in wenigen Sätzen mit allen nötigen Informationen erzählt. Der Leser ist somit immer an der Handlung aus Sicht Lupus dran. Der Kriminalfall steht im Vordergrund, nicht die historischen Hintergründe.

Die authentischen Protagonisten

Der Mönch Lupus und sein Begleiter Odo sind sehr authentisch beschrieben Figuren, die sehr originell und sympathisch in Szene gesetzt werden. Der eher ängstlich-besonne Mönch und der mutige Edelmann ergänzen sich sehr gut. Wenn es aber ein Manko in der Erzählung gibt, dann die Tatsache, dass den beiden Figuren wenig Raum geschaffen wurde, um dem Leser näher zu kommen. Lupus erzählt eher beiläufig, wie beide zusammen gekommen sind und nähere Informationen über deren persönliche Geschichten gibt es auch nicht. Außerdem bergen die unterschiedlichen Eigenschaften der beiden Kommissare viel Potential für unterhaltsame Spannungen und Dialoge. Dieses Potential wird aber leider kaum genutzt.

Fazit:

Demetrias Rache von Robert Gordian ist ein sehr spannender historischer Krimi, der den Leser durch seine Art des Erzählens auf das Wesentliche fokussiert und nicht mit unzähligen historischen Details ablenkt. Weniger die Frage nach „Wer ist der Täter?“, als die Frage nach „Warum und wie kann es bewiesen werden?“ fesselt die Leserinnen und Leser ganz besonders. Ich kann das Buch nur empfehlen und vergebe die volle Anzahl an Kreuzchen im Kulturmeter.

Das 245seitige eBook (ePUB) ist im Verlag dotbooks erschienen (ISBN: eBook 978-3-95520-254-5) und hier bestellbar.

Weitere Rezension finden sich auf Blogg dein Buch.

kulturmeter5

 

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