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Holzkunst aus dem Erzgebirge – einzigartig und besonders

erz_holzkunst120Das Erzgebirge ist nicht nur wegen seiner traumhaften Landschaft bekannt, sondern auch für seine Erzgebirgische Holzkunst. Wer kennt sie nicht die zauberhaften Nussknacker, Räuchermännchen, Schwibbögen oder Weihnachtspyramiden. Die Erzgebirgische Volkskunst hat eine lange Tradition und steht seit Jahren für Einfallsreichtum und Qualität. Sie ist weltweit bekannt und begehrt und ein Aushängeschild für die Region.

 

 

Entstehungsgeschichte

Im 12. Jahrhundert spielte hier der Bergbau eine wichtige Rolle. Als die Erzvorkommen im 16./17. Jahrhundert zur Neige gingen, begannen immer mehr Familien sich mit Holzschnitzereien über Wasser zu halten. Diese wurden dann mehr und mehr zur Erwerbsgrundlage, bis sich daraus schließlich ein eigenständiger Industriezweig entwickelte.

Zunächst wurden überwiegend Alltagsgegenstände hergestellt und mit der Zeit folgten Figuren wie Engel oder Bergmänner und Spielzeug. Die Orte Seiffen, Schneeberg, Annaberg-Buchholz, Pobershau und Marienberg sind die Hochburgen Erzgebirgischer Volkskunst.

Fast alles Handarbeit

handarbeit_erzgebirge-palastDie Qualität der erzgebirgischen Holzkunst kommt nicht von ungefähr. Sie wird überwiegend in Handarbeit hergestellt, wobei verschiedene Techniken zum Einsatz kommen. Das Quer- oder Langholzdrehen dient u.a. der Herstellung von Knöpfen und Rohlingen für die Spanbäumchen und das Reifendrehen zum Fertigen kleiner Tiere für die Weihnachtspyramide.

Weitere Techniken sind das Drehen gewundener Säulen, das Ovaldrehen für besonders anspruchsvolle Grundformen und das Passigdrehen mit dem u.a. Dosen gefertigt werden. Dazu kommen Schnitzereien und das Spanbaumstechen für die typischen kleinen Löckchen, die Pyramiden, Schwibbögen und Spielzeugdosen zieren.

 

Die beliebtesten Figuren

holzkunst_erzgebirge palastNussknacker, Räuchermännchen, Schwibbögen und Pyramiden sind die beliebtesten Holzfiguren. Die ersten hölzernen ‚Nussbeißer‘ stammen aus dem Raum Schneeberg, aus dem 18. Jahrhundert. Der berühmte ‚Seiffener Nussknacker‘ entstand um das Jahr 1870. Auch das traditionelle Räuchermännchen hat etwa seit 1830 seinen festen Platz in der erzgebirgischen Volkskunst. Der älteste bekannte Schwibbogen war aus Metall und stammt aus dem Jahr 1740. Der vermutlich älteste, noch erhaltene erzgebirgische Schwibbogen, der ‚Schwarzenberger Schwibbogen‘ stammt aus dem Jahr 1778.

Die vermehrte Fertigung aus Holz erfolgte erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Auch die Geschichte der Weihnachtspyramide reicht bis ins Mittelalter zurück. Damals wurden grüne Zweige pyramidenähnlich zusammengebunden. Erst im 19. Jahrhundert wurde das Grundprinzip der heutigen Weihnachtspyramiden entwickelt.

Auch wenn man bei Holzkunst aus dem Erzgebirge sofort an Weihnachten denkt, umfasst die Produktpalette mittlerweile eine Vielzahl traditioneller Geschenk- und Dekorationsartikel für das ganze Jahr. Ob Ostern oder Weihnachten, Baum- und Straußschmuck, Leuchten oder saisonal unabhängige Dekorationsartikel, für jeden Zweck bietet diese Holzkunst das richtige Schmuckstück.

Oft kopiert aber unerreicht

handwerkkunstAuch die Holzkunst aus dem Erzgebirge bleibt von Konkurrenz nicht verschont, die jedoch dem Original nicht das Wasser reichen kann. Wer sich beispielsweise für Produkte aus Fernost entscheidet, muss mit massiven Qualitätseinbußen rechnen. Meist handelt es sich hierbei um minderwertige Massenproduktionen. Natürlich kostet das Original einiges mehr, was auch gerechtfertigt ist. Echte Holzkunst aus dem Erzgebirge besitzt in der Regel entsprechende Gütesiegel, die auf die Herstellung im Erzgebirge bzw. auf die Echtheit hinweisen. Wenn man darauf achtet, kann man sicher sein, ein Original aus dem Erzgebirge erworben zu haben.

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